Martina Taubenberger

„Stories reflektiert aus dem Blickwinkel Blended Art in unterschiedlichen Formaten über Begrifflichkeiten aus Kunst, Kultur und Gesellschaft.“

Der Begriff „blended art“ beschreibt ein Kunstverständnis, das sich jeglichen Genre- und Sparten-Zuschreibungen entzieht. Im „Blended Art Space“ präsentiert die Kuratorin und Konzeptentwicklerin Martina Taubenberger Künstler:innen und Projekte, die diesen Kunstbegriff repräsentieren und reflektiert aus dem Blickwinkel der „blended art“ in unterschiedlichen Formaten über Begrifflichkeiten aus Kunst, Kultur und Gesellschaft.

Im „Blended Art Space“ werden Gespräche aufgezeichnet, die Taubenberger am Rande von Produktionen und Projekten mit den Künstler:innen führt – meist bei sich zu Hause oder im Hotelzimmer bei einer Flasche Wein. Gespräche, die die künstlerische Arbeit charakterisieren und die Keimzelle für künftige Projekte sind.
So ist eine Folge im „Blended Art Space“ immer wie ein Ausschnitt aus einem länger andauernden Austausch oder ein Blitzlicht auf eine Begegnung oder eine besondere Beziehung zu einem/einer Künstler:in. Die Gespräche werden nicht geschnitten und sind nicht vorher gescriptet. Die Zuhörenden werden Zeugen eines Gesprächs, das möglicherweise genauso auch ohne das Aufnahmegerät stattgefunden hätte.

Der Weltenwandler: Emmanuel Witzthum

Komponist, Musiker, Entrepreneur

Emmanuel Witzthum ist ein israelischer Komponist, Musiker, digitaler Künstler und Entrepreneur. Er ist Leiter der Kreativentwicklung des Kulturzentrums Jerusalem Season of Culture und Artist in Residence bei Zeiss. Emmanuel bewegt sich zwischen allen Welten und hat keinerlei Berührungsängste, neue Formen, Formate und Ausdruckssprachen auszutesten. Er ist gleichzeitig Künstler, Erfinder, Führungspersönlichkeit, Berater, Impulsgeber und einer der Künstler, die wie vielleicht wie kaum jemand anderer den Begriff der „blended art“ verkörpern. Er ist für mich in den letzten Jahren zu einer Art „künstlerischem Soulmate“ geworden. Emmanuel wird gemeinsam mit mir die künstlerische Leitung des nächsten Festivals Out Of The Box 2025 übernehmen.

Die Raumgreifende: Jessica Maria Toliver

Künstlerin, Skulpturen, Zeichnungen

Jessica Maria Toliver ist Künstlerin und geht auf Basis von Kohle, Holz, Papier und Graphit den Gegensätzlichkeiten von grober, archaischer Gestalt und filigraner Zerbrechlichkeit nach und beschäftigt sich mit der Authentizität und Reaktion ihres Materials.

Der Meister des Bizarren: Django Bates

Komponist, Pianist, Saxofonist

Der britische Multiinstrumentalist Django Bates ist bekannt für seinen messerscharfen Witz als Spieler, Komponist und Arrangeur. Bates ist einer der Architekten der britischen Jazz-Renaissance, die Ende der 80er Jahre ernsthaft begann.

Der Suchende: Hugo Ticciati

Dirigent, Geiger, Kurator

Hugo Ticciati ist ein britisch-schwedischer Geiger, Dirigent, Kurator, Music Educator und Festivalleiter. Er ist Gründer und künstlerische Leiter des O/Modernt Kammerorchester und seines eigenen Festivals O/Modernt in Stockholm und Deputy Artistic Director der Lilla Akademien Stockholm.

Die Perlentaucherin: Annette Walther

Geigerin, Gründerin, Leiterin

Mit ihr führte ich mitten in den Bergen auf der Winklmoos-Alm ein Gespräch über lebenslange musikalische Partnerschaften, über das Streichquartett als lebendigen Organismus, das Existenzielle in der Musik, über die Gefahr der Bequemlichkeit und was es heißt, als Ensemble aus der Kurve zu fallen.

Der Unermüdliche: Horacio Alcalá

Filmemacher, Produzent, Award Gewinner

Der mexikanische Regisseur und Drehbuchautor Horacio Alcalá ist bekannt für seine bildstarken Erzählungen über das Überleben und die menschliche Erfahrung. Geprägt durch seine Zeit beim Cirque du Soleil, verbindet er in seinen Filmen eine einzigartige Ästhetik mit Themen wie Tanz und Körperlichkeit. An einem Abend auf meinem Balkon, spreche ich mit Horacio über den Wert von harter Arbeit und Leidenschaft, wir blicken auf unsere langjährige Zusammenarbeit zurück und reden über seine preisgekrönten Filmprojekte. Ein Gespräch über das Wagnis, als unabhängiger Filmemacher alles auf eine Karte zu setzen, die Kraft des magischen Realismus und das Privileg, künstlerische Freiheit über finanziellen Profit zu stellen.

Die Alchemistin: Apollonia Müller

Fotografin, Künstlerin, Visionärin

In dieser Episode spreche ich mit Karin Apollonia Müller, Künstlerin für zeitgenössische Fotografie. Ihre mehrfach ausgezeichneten Arbeiten werden international ausgestellt und sind in bedeutenden Sammlungen vertreten. Das grundlegendes Interesse ihrer künstlerischen Auseinandersetzung liegt in der Beziehung des Menschen zu seiner ihn umgebenden Landschaft. In ihren Arbeiten tauchen immer wieder zeitlose Fragen auf, darüber wer sind wir, was sind wir oder wo wir sind? So auch in ihren publizierten Monografien zu ihren Werken Angels in Fall, On Edge, Timbercove und Gate.

Die Seismografin: Nadine Fecht

Künstlerin, Zeichnerin, Grenzgängerin

Nadine Fecht ist zeitgenössische Künstlerin, die vorwiegend im Medium der Zeichnung arbeitet. Ihre Konzeptkunst geht über großformatige Zeichnungen hinaus und arbeitet auch mit Installationen, Video und Sound. Ihre Werke sind Teil öffentlicher Sammlungen in Deutschland und der Schweiz. Neben verschiedenen renomierten Stipendien wurde ihre Arbeit 2014 mit dem Will-Grohmann-Preis verliehen. Ihr eigenen Erkundungen im Grenzgang mit Papier und Zeichnung gibt sie in Lehrtätigkeiten weiter und ist seit 2025 Professorin an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.

Der Menschensammler: Axel Tangerding

Regisseur, Visionär, Architekt

Der Architekt und Regisseur Axel Tangerding ist ein Grenzgänger zwischen den Disziplinen. Als Gründer des Meta Theaters sucht er seit Jahrzehnten nach einer universellen Kunstform, in der sich Bewegung, Musik und fernöstliche Traditionen zu einer spirituellen Einheit verbinden.

Der Tausendsassa: Tommy Schmidt

Konzeptkünstler, Musiker, Autor

Tommy Schmidt ist Konzept-, Performance-, Aktions- und Medienkünstler und hat zwei Romane veröffentlicht. Er wählt jeweils das Ausdrucksmittel, mit dem er das Thema, das ihn gerade beschäftigt, künstlerisch am wirksamsten erlebbar machen kann. Es sind gesellschaftliche Zustände und Entwicklungen, die ihn veranlassen, künstlerisch Position zu beziehen. Dabei verfolgt er ausschließlich künstlerische Ziele. Seine vorübergehenden Karrieren als Geschäftsführer in der IT-Branche sowie als Werbetexter hat er weit hinter sich gelassen.