Die Perlentaucherin
Annette Walther
„Die Idee dahinter ist, dass wir sagen, wir bringen die Musik im Tausch für alles, was wir brauchen und vor allen Dingen bringen wir es zu den Leuten, um eigentlich als allererstes mit dem normalen Standard Konzert Ritual zu brechen, um mit den Leuten in Kontakt zu kommen, vor allen Dingen Leuten, die nicht unbedingt ins Konzert kommen würden und um den so wahnsinnig raren Moment der Spontanität in unserem Leben, in unseren aller Leben eigentlich des Ungewissen und des komplett ins Blaue hinein, dem Platz zu geben...“
Martina Taubenberger
Seit Anfang 2011 begleitet Martina Taubenberger als selbstständige Kuratorin, Konzeptentwicklerin und Künstlerische Leiterin Projekte in ganz Deutschland und im europäischen Ausland. Im „Blended Art Podcast“ präsentiert Martina Taubenberger Künstler:innen und Projekte, die den Kunstbegriff repräsentieren und reflektiert aus dem Blickwinkel der „blended art“ in unterschiedlichen Formaten über Begrifflichkeiten aus Kunst, Kultur und Gesellschaft.
Annette Walther
Annette Walther ist Geigerin im und Gründerin des SIGNUM Quartetts, das kürzlich mit dem ECHO Klassik 2024 ausgezeichnet wurde.
Mit ihr führte ich mitten in den Bergen auf der Winklmoos-Alm ein Gespräch über lebenslange musikalische Partnerschaften, über das Streichquartett als lebendigen Organismus, das Existenzielle in der Musik, über die Gefahr der Bequemlichkeit und was es heißt, als Ensemble aus der Kurve zu fallen. Wir sprachen über Karrieren im Orchester und in der Kammermusik, darüber, wieviel Freiheit in der Interpretation klassischer Musik liegt und wieviel Verletzlichkeit man dabei zulassen kann und muss. Und nicht zuletzt erzählt Annette Walther von dem wunderbaren Projekt „Ensemble unterwegs“, bei dem sie mit drei Kolleginnen ohne Geld und Handy übers Land zieht und klassische Musik als Tauschgut in den ländlichen Raum bringt.
Martina Taubenberger: Unter Blended Art verstehe ich künstlerische Ausdrucksformen, die völlig ohne Zuschreibungen oder Genrebezeichnungen auskommen. Mein Name ist Martina Taubenberger und im Blended Art Space unterhalte ich mich mit Künstlerinnen und Künstlern, die das für mich verkörpern.
Martina Taubenberger: Ja, guten Abend. Und herzlich willkommen zu der nächsten Ausgabe meines Podcasts Blended Art Space. Und ähm wir sind hier heute mit einer ganz besonderen Gästin. Mit Annette Walther. Und ihr werdet nicht glauben, wo wir gerade sitzen. Man hört, glaube ich auch, hier Grillen zirpen. Also normalerweise, muss ich vielleicht für Annette noch dazu sagen. Eigentlich geht’s in meinem Podcast darum, Gespräche aufzuzeichnen, die ich um Mitternacht mit Künstlerinnen oder Künstlern in meinem, in meiner Wohnung führe. Okay. Bei einem Glas Wein. Jetzt sitzen wir aber nicht in meiner Wohnung. Wir reden aber hier schon eine ganze Weile und haben jetzt gesagt, jetzt zeichnen wir es einfach mal auf.
Annete Walther: Ja, und haben gerade entdeckt, dass wenn wir um die Ecke gehen, sitzen wir, sehen wir den Mond und die Sterne und vorher war es stockduster.
MT: Genau, und wir sitzen nämlich auf der Winkelmoosalm. Wir sitzen wirklich vor einer Alm. Ähm, es ist wahnsinnig schön. Ähm, hier ist noch ein fast Vollmond von gestern. Und
AW: die Bergsilhouette.
MT: Wir sehen die Bergsilhouette gegen den grauen Nachthimmel und es ist einfach der perfekte Podcast Moment und wir klären ja auch immer, was wir was wir trinken. Jetzt haltet euch fest, was trinken wir, Annette? Was hast du mitgebracht heute?
AW: Ja, ganz Alm standardgemäß Champagne. Was man so trinkt auf der Hütte.
MT: Wir sitzen auf der Hütte und trinken Champagne, genau. Und da müssen wir jetzt auch gleich mal kurz anstoßen. Wir trinken natürlich Champagne aus Wassergläsern.
AW: Senf- und Wassergläser.
MT: Aus Senfgläsern. Nee, du hast ein Jubiläumsglas. Das ist ja fast noch schlimmer. Ich habe ein Senfglas, also Prost.
AW: Cheers.
MT: Herrlich. Also, jetzt müssen wir einfach kurz sagen, wer Annette Walther ist.
AW: Annette Walther. Annette Walther ist ja, wie fange ich an? Ähm
MT: Du kannst auch erstmal erstmal nur sagen, dass du Geigerin bist.
AW: Ich bin Geigerin. Den Rest klären wir später, genau.
MT: Vielleicht eher sogar. Ähm. Genau.
AW: Genau. Ich lebe in Düsseldorf.
MT: Bevor wir nämlich da in die Details gehen, die erste Frage ist nämlich immer, also eigentlich die zweite Frage. Nee, die dritte Frage. Die erste Frage ist, wo sind wir? Die zweite Frage ist, was trinken wir? Und die dritte Frage ist, wie haben wir uns eigentlich kennengelernt?
AW: Oh ja. Das ist eine schöne Geschichte. Das war gar nicht so lange her. Ziemlich genau auch, also auch in den Bergen und zwar hier in der Nähe auf dem wunderbaren Schloss Elmau. Bei einem Konzert, erstmal bei der Konzertvorbereitung, aber dann eigentlich dem Konzert auf Schloss Elmau. Einem besonderen Format, was zweimal hören heißt. Und ich war da mit meinem guten Freund Hugo Ticciati und zwei anderen tollen Musikern. Und du warst da, um sozusagen das Konzept zweimal hören, ähm, also uns in dieses Konzept mit reinzunehmen und dem Publikum ähm, jetzt muss ich gerade ganz peinlicherweise überlegen. Das ist von Golijov, das Stück heißt Tenebrae. Tenebrae, sorry. Genau. Und ähm genau, da haben wir uns kennengelernt und es war aber irgendwie so als kennten wir uns schon sehr lange. Und haben uns irgendwie sofort in diesen drei, zwei, drei Tagen sehr viel zu erzählen gehabt, hatte ich das Gefühl.
MT: Genau und das hört nicht auf.
AW: Genau.
MT: Genau und da da wollen wir euch jetzt ein Stück mit reinnehmen. Also natürlich erzählen wir euch nicht alles, was wir uns erzählen, wenn wir hier nichts mitlaufen lassen. Genau, aber jetzt Annette, du bist Musikerin, du ähm kommst aus Düsseldorf und du spielst Geige, das haben wir schon geklärt.
AW: Mhm. Ich spiele Streichquartett hauptberuflich, das ist so, also im Signum Quartett seit Ewigkeiten und das habe ich gegründet schon vor langer, langer Zeit mit dem Cellisten und es bis heute mein absoluter, mein größtes Geschenk im musikalischen Leben. Das Quartett, das Streichquartett mit diesen drei Komponierus an der Seite mittlerweile.
MT: Du hast mir vorhin erzählt, dass du dieses Streichquartett gegründet hast, als du zwölf warst. Das finde ich ja eigentlich irgendwie so mit das bemerkenswerteste.
AW: Ja, das war, weil der Cellist auch auf der aus derselben Stadt kam wie ich und wir sind auf dieselbe Schule gegangen und dann auch noch selber Musikschule und da wurden wir dann so für Jugend musiziert so ganz klassisch in so Ensembles gesteckt. Und da wir beide aus Ensembles aus Elternhäusern kommen, deren Eltern oder Väter vor allen Dingen totale Streichquartett Nerds waren und und Kammermusik Nerds waren wir schon so ein bisschen angefixt und dachten, oh, das ist irgendwie was Besonderes und wenn wir jetzt zu Jugend musiziert so ein Quartettchen gründen und so, das ist bestimmt was tolles. Ja, und dann haben wir da irgendwie Blut geleckt und dann ging das relativ so seinen Weg. Irgendwie war das ganz ging das auch ganz gut aus da bei diesen ganzen Jugend musiziert Sachen und dann kriegten wir so so Fördersachen sind irgendwie an waren dann bei irgendwelchen Lehrern unterricht gehabt, die uns da schon ganz schön ernsthaft sozusagen einen Weg auf den Weg gebracht haben. Ja, und so war es eigentlich, dass das dass es irgendwie von dort an relativ gerade, wenn auch in sehr langsamem Tempo, aber sehr gerade seinen seinen Lauf genommen hat. Gradlinig, das was bedeutet, dass das Quartett bis heute ohne Pause existiert, wenn auch mit einigen Besetzungswechseln, aber der Cellist und ich sind bis heute dabei.
MT: Ich finde es ja eigentlich das mit das bemerkenswerteste, dass man so ein Ensemble dann aus der Kindheit raus durch die Studienzeit direkt ins in die Karriere rein erhalten kann. Ähm, wie wie also wie wie kommt das, also, wie kannst du das erklären? Weil ich meine, der normale Weg wäre ja, man, man lernt dann andere Musiker kennen, man hat andere Schwerpunkte, man ich kenne keinen einzigen, also ich kenne kein Ensemble, das so eine Geschichte dann, so eine Geschichte hat.
AW: Ich glaube, es hat irgendwie tatsächlich mit diesem mit diesem Background zu tun, also, dass die Eltern einem schon so ein bisschen mitgegeben haben, das ist was ganz besonderes Quartett spielen und die Literatur und so und dann, dass wir das Glück hatten, dass wir uns getroffen haben mit so einem Enthusiasmus und eigentlich so ein bisschen beide auch so ein bisschen fanatisch angelegt und bereit waren, unterbewusst natürlich oder unbewusst dem Ganzen dann auch so eine Ernsthaftigkeit zu geben und irgendwie haben wir gespürt, auch wenn man es vielleicht als Kind natürlich überhaupt nicht mitkriegt, aber dass es irgendwas Besonderes ist und was uns es hat uns irgendwie angefixt und dass es das wert ist immer wieder auch durch ganz viele harte Zeiten und viele Krisen im Sinne von auch ja, Besetzungswechseln oder Rückschlägen, die man in dem Moment dann so empfindet, wenn man auf irgendwelchen Wettbewerben nicht das Ergebnis hat, was man will, was im Nachhinein sowas von unwichtig und und und ja, irrelevant ist. Aber ja, ich glaube, es ist so ein bisschen so ein so ein passionierter Fanatismus, der immer wieder aufs Neue auch geprüft wird, also in in der Art, dass wir ähm irgendwie immer wieder gemerkt haben, wollen wir das wirklich und natürlich man lernt sich ja wahnsinnig gut kennen in so einem Quartett. Das sagt man ja immer so eine Ehe zu viert und es hat tatsächlich wirklich was davon. Aber ich finde eigentlich sehr viel mehr im positiven Sinne, wenn es weil man da gibt’s sowas eben, dass etwas großes, was einen was einen verbindet und wo was für beide irgendwie klar ist, dass man davon berührt ist und dass es einem ganz viel bedeutet und und wenn man mit diesen Kunstwerken, mit dieser Musik in Verbindung kommt, dass man auch merkt, dass das kannst du nicht einfach einfach mal wieder so hinschmeißen und sagen, okay, das ist ja, habe ich jetzt gehabt, aber also zumindest für uns, natürlich gibt’s ganz viele absolut nachvollziehbare Lebenswege und Geschichten, die dann gesagt haben, jetzt ist Zeit sich anders zu entscheiden, aber bisher gab es es bei uns noch nicht.
MT: Und der Cellist und du, ihr seid die
AW: Genau, wir sind die Gründung der Thomas Schmitz, Thomas Schmitz. Genau. Und wir haben tatsächlich eben einige Besetzungswechsel gehabt und sind jetzt in der jetzigen Besetzung seit sechs Jahren. Davor hatten wir aber auch, also unser Bratschist ist jetzt seit 13 Jahren, 14 jetzt dabei und davor hatten wir auch ganz lange mit einer ersten Geigerin gespielt, mit der es auch das war eine ganz ganz tolle und ganz wichtige und prägende Zeit, die aber dann eben aus familiären Gründen ähm sich anders entschieden hat und jetzt sind wir in in einer Besetzung, die eben, wo wir da auch das Gefühl haben, es ist so kostbar und so ein Traum, weil wir was gefunden haben, wo wir alle das Gefühl haben, wir sind in so einer Kombination, wo man jetzt auch relativ viel ernten darf, also man hat so viel gearbeitet, kontinuierlich mit vielen gefühlten Rückschlägen und immer wieder aufs Neue beweisen müssen, dass man diesen Weg gehen will und ihn wirklich versuchen will auf die die eigenst mögliche oder eigenmöglichste höchste Qualität zu bringen und ähm wenn wenn man das ernten darf und vor allen Dingen dann das äußert sich gar nicht im äußeren so sehr, aber im Inneren das Gefühl zu haben, du hast drei Leute, mit denen du wie blind kommunizieren kannst und du hast das tiefste Vertrauen und du kannst spüren, es ist wie, wenn man sich blind an den, also mit geschlossenen Augen an den Händen hält und einer macht eine mini kleine Bewegung und die anderen kommen sofort mit und es ist wie ein lebender Organismus und das ist ein ein solches Glück, das zu erfahren und dann vor allen Dingen anhand solcher Stücke wie eben den späten Beethofen Quartetten oder den Schubert oder was auch immer, was sei es zeitgenössische Musik, aber das Wissen, wir ticken da mittlerweile auf einer, also da da gibt’s einen Pulsschlag und der ist so flexibel und so ähm das ist eine Wellenlänge auf einer Kommunikationsebene, die nicht in Worten zu auszudrücken ist und das ist so kostbar, dass ähm dass wir irgendwie alle wissen, dass das wollen wir nicht hergeben, solange nicht entscheidend gravierende ja, Dinge im Leben passieren, wo man sagt, okay, jetzt muss man andere Prioritäten setzen, aber das ist im Moment einfach so ein Glück.
MT: Und was was unterscheidet euch? Also, weil jetzt so ganz blöd von außen gefragt, es gibt 7 Millionen unterschiedliche Streichquartette und sehr viele auch hochkarätige und sehr bekannte, sehr berühmte, die auch schon unendlich lang zusammenspielen. Es ist schon, glaube ich, so, dass Streichquartette tendenziell schon eher lange Geschichten haben, glaube ich, aber das ist so aus der Kindheit raus, finde ich jetzt schon sehr speziell, aber was ist das, wo du sagst, das unterscheidet uns, das ist unser unsere Handschrift und auch unsere ähm da erkennt man uns raus aus 200 Quartetten.
AW: Ja, also ich meine, das ist natürlich immer sehr schwer zu beurteilen, weil es so wahnsinnig subjektiv ist und man ja nie weiß, ob man ob das so nach außen wirkt, wie man sich das einbildet oder wie man das empfindet. Also, ich glaube, es hat erstmal damit zu tun, dass wir vier komplett unterschiedliche Typen sind, die tatsächlich, wo man erstmal, wenn man uns sieht, denkt, was haben die denn miteinander zu zu tun, also haben wir eigentlich den Namen des Quartetts schon gesagt?
MT: Ich weiß gar nicht. Signum Quartett.
AW: Signum Quartett. Ja. Ähm. Okay, also vier ganz ganz unterschiedliche, drei drei Jungs, drei Männer und eine Frau. Und ähm okay, also irgendwie erstmal vom Erscheinungsbild gar nicht so homogen. Dann glaube ich, aber merkt man, dass es eine Bereitschaft, zumindest ist es das, was ich, was ich selber spüre, was ich auch weiß, dass das einer der Treffpunkte ist auf dieser Kommunikationsebene, die uns so verbindet, ähm, dass wir alle, dass es uns immer um was Existenzielles geht, dass wir ähm es sozusagen uns als Maxime oder auch als Ziel setzen, wenn es nicht um es eigene, wenn es nicht um so so sozusagen ums Leben geht. Also, wenn man wirklich nicht das allerbeste gibt und mit besten Wissen und Gewissen und mit mit mit mit dem so nah an die eigene Grenze kommt, wie es geht, um sie dann weit um sie auch weiter zu setzen wieder, um sie zu erweitern, dass es, glaube ich, etwas, was uns wirklich ausmacht, also absolut volles Risiko im Konzert zu gehen und nicht ein Sicherheitsplan zu fahren. Natürlich muss man wissen, wie man technisch die Dinge beherrscht und dass man nicht aus der Spur äh fällt sozusagen, aber es geht uns immer darum, uns nicht, sagen wir mal so, uns nicht in etwas geprobten bequem zu machen. Mhm. Sondern es muss der Moment auf der Bühne, da muss es um alles gehen und es muss möglich sein, dass es auch, dass es passiert, dass man aus der Kurve fliegt, aber natürlich, dass man genügend Handwerkszeug hat, zu wissen, dass man das so schnell wieder zurückholen kann.
MT: Wann wann fliegt ein Streichquartett aus der Kurve? Sag mal, was werden so
AW: Das kann passieren, dass man ähm Tempo überreizt überreizt, ja. Ja. Oder dass man ein Impuls so direkt setzt oder zu schnell, dass die anderen nicht schnell genug reagieren können darauf. Mhm. Ähm manchmal auch, dass man, glaube ich, zu ein bisschen vielleicht weil man einen bestimmten Schwerpunkt setzt selber und sagt, ich möchte jetzt gerade, finde ich ganz wichtig, dass es strukturell so rauskommt, das Motiv und dass man dann vielleicht so ein bisschen in so einen Tunnel kommt und ein bisschen verliert, was um meinen rum passiert, was die anderen drei machen, so dass es nicht ganz ähm mehr im also ein Organismus wird, sondern dass man so ein bisschen sozusagen ausbüchst, weil weil man das gerade so wichtig findet. Ähm Genau, also ich würde sagen, das ist ein ganz starkes Merkmal von uns, dass wir wirklich, wenn wir spielen, dann soll es immer um Leben und Tod gehen, übertrieben gesagt.
MT: Das heißt, es kann jeder von euch vieren so einen Impuls setzen?
AW: Ja, und es muss aber so passieren, dass wir, also, ich glaube, das ist das, was was ich gerade so schätze und was ich so liebe, dass es mittlerweile auf eine Art passiert, dass man das spürt, wenn der andere das macht und dass man dann auch mitkommen kann. Dass wir sozusagen so lange gearbeitet haben daran, dass die Sprache, dass wir sozusagen eine gemeinsame Sprache sprechen, in der man dann aber alles sagen kann und auch so spontan was setzen kann, dass die anderen mitkommen können. Trotzdem kann es immer passieren und ich glaube, was als nächster Punkt ist, was uns verbindet oder was vielleicht signifikant für uns ist, dass wir auch, also sozusagen diese Lebendigkeit und dieses an die Grenze gehen und Unsicherheit zulassen, immer der Perfektion vorziehen würden, immer. Also es so es geht es Perfektion ist nicht das, was uns interessiert. Natürlich arbeiten wir daran, die höchste Qualität zu bieten, aber was was uns so anspricht, ist genau diese Lebendigkeit und dieses im Moment ähm agieren können und und und den Moment abpassen, wo man weiß, so muss es jetzt gerade sein für uns alle oder einer gibt einen Impuls und man sagt, ah, okay, ich komme mit, das finde ich spannend, das kann genauso sein, hätte ich gerade nicht gedacht, aber ich komme mit.
MT: Aber wie kann denn das sein, dass man einem Stück, dass ihr unter Umständen zig mal geprobt hat, dass ihr vielleicht schon zig mal in Konzerten auch gespielt habt, dann in dem Konzert jemanden neuen Impuls wieder reinbringt, der Ja.
AW: Das finde ich ist immer eine schwere ähm das schwierigste eigentlich, wo ich auch denke, das ist das ist oft, wo ich selber mich ertappe, wenn wir Stücke, die wir viele Male gespielt haben und dann haben die ein bisschen Pause gehabt, dann kommt man wieder zurück dazu und denkt, oh Gott, wie soll ich denn, ich habe das Gefühl, ich habe jeden Stein an diesem Stück schon umgedreht, wieso wir denn da wieder was finden? Und dass man sich dann mit so ein bisschen Selbstdisziplin und eigentlich auch so ein bisschen sich selber dahin bringt zu sagen, pass mal auf, jetzt ähm du musst einen neuen Zugang finden. Es kann nicht sein, dass du dich in dem gewohnten bequem machst, also fahr noch mal alle Parameter ab, ist es immer noch up to date, was du sozusagen strukturell, also, dass man sich von ganz technischen Parametern erstmal nähert, indem wir sagen, sind wir klar in der Struktur, sind wir klar in der Periodik, haben wir die Klangfarben, die wir wünschen, sind die Tempi immer noch relevant, haben wir noch einen Bezug zu den Tempi oder
MT: ist Das besprecht ihr richtig?
AW: Das besprechen wir. Das besprechen wir und dann versuchen wir manchmal, wenn wir merken, wir kommen da in eine Sackgasse und es ist es endet doch wieder da, wo wir sind, wo wir waren, dass man dann sagt, lass mal das Ganze im doppelten Tempo spielen oder halb so langsam, noch mal in die Harmonien gehen, zu leuchten, wissen haben wir es wirklich verstanden und von dort auf einmal öffnet man sich wieder in eine andere Ebene, dass es dann nicht mehr um technische Sachen geht, sondern dass man neue Antworten findet und merkt, dieses Stück hat mir in meiner jetzigen Lebensphase gerade wieder ganz neue Fragen gestellt, die ich ähm letzte Woche als wir angefangen haben zu proben, überhaupt nicht geahnt habe, weil ich dachte, oh Gott, jetzt müssen wir diesen Schinken, den wir seit Ewigkeiten, wie sollen wir das gehen und so? Und dann merkt man, okay, das hat es natürlich das große Glück auch, würde ich behaupten, bei Streichquartett Literatur, weil du fast immer aus diesem riesen aus diesem Repertoire Schatzkiste ziehst du halt meistens nur Meisterwerke, deswegen sind die so relevant und du hast immer das Glück sozusagen, ja, dich an Meisterwerken abarbeiten zu können, also an Geniestreichen. Und deswegen glaube ich, fällt es auch leichter da in diesem Frage-Antwortspiel mit dem Werk zu zu bleiben, was vielleicht in bestimmten Genres, wo man nicht diese Auswahl an Repertoire hat und die vielleicht nicht diese Vielschichtigkeit haben, ähm in der Komposition oder in der Aussage des Kunstwerkes noch schwerer fällt sich da von neuen Punkten zu zueren.
MT: Also wie ein Buch, das man immer wieder liest und immer wieder neu entdeckt.
AW: Ja und dann neue neuen Tonfall findet oder ganz andere Motivik oder versteckte neue Dinge. Ja.
MT: Und wie ist es jetzt, wenn also klar, mein das Streichquartett ist ist vielleicht so die wichtigste Form oder Besetzung in der Kammermusik. Ähm woran erkennt man ein gutes zeitgenössisches Streichquartett? Also ich meine, ihr spielt ja nicht nur Repertoire, ihr spielt ja auch zeitgenössisches. Was ist das, worauf ihr da achtet oder was dich dann anspricht oder auch nicht?
AW: Also, ich glaube, es ähm eigentlich genau das, was was wir davor auch gerade besprochen haben, nämlich dass man Zugang findet, dass es nicht abstrakt bleibt, sondern dass man es schafft für sich selber einen Zugang dazu finden, zu sagen, okay, das ist oft erstmal richtig harte Arbeit, weil man denkt, dass es sind eben oft Klangsprachen, die einem nicht vertraut sind und in die uns in uns nicht so natürlich schwingen, wie eben ein Mozart Beethoven oder Dvorak, wie auch immer. Und wo man denkt, daraus muss ich jetzt möchte ich, weil der Komponist ja genau wie Beethoven auch ähm oder vielleicht weniger prominent, wie auch immer, auch wieder nur diese limitierte Art hat sich auszudrücken, aber natürlich geht es ihm um so viel und er hat versucht, es in irgendwelche Art von Zeichensprache oder ähm es irgendwie halt auf dem auf niederzuschreiben und sich da hineinzuempfinden, hineinzufühlen und zu versuchen, zu verstehen, was hat es mit uns zu tun und was können wir dann wiederum als Medium dem Publikum vermitteln, so dass das Publikum nicht denkt, was sind das für abstrakte komische Sachen, dass damit habe ich nichts zu tun. Also sozusagen eigentlich eine Sinnlichkeit darin zu sehen, zu finden und ähm zu sagen, es hat was mit uns zu tun. Es ist Musik, die uns berührt und die kommt aus einem menschlichen Empfinden. Und das finde ich ist manchmal nicht einfach, weil es ähm tatsächlich auch, wenn man die Musiktradition betrachtet, einfach sieht, dass es natürlich, dass wir jetzt einen wahnsinnig weiten Weg gegangen sind und viele Komponisten ja schon das war ja sozusagen ein ein ein ähm wie soll man sagen, fast eine no-go area für viele Komponisten in dieses eklektische und in das gewohnte und weg von der Tradition, ich muss was Neues finden, was für eine wahnsinnig schwierige Aufgabe. Eine Klangsprache zu finden, die es noch nicht gab, weil es gibt einfach schon alles gefühlt. Und ähm und den Komponisten sozusagen dabei zu unterstützen, trotzdem dann wieder die Verbindung zu uns allen herzustellen und zu sagen, es ist ein zutiefst menschlicher Ausdruck. Mhm. Und es es hat mit uns zu tun. Ja, das ist das, was wir versuchen und was oft ähm auch uns selbst erst nach mehrmaligen Spielen und und und auch wieder liegen lassen und wieder aufführen und wieder betrachten und und von anderer Seite, weil man denkt, von okay, der Zugang war es nicht, da komme ich nicht rein. Wir müssen andere Seite versuchen.
MT: Und gibt’s es auch, dass es gar nicht gelingt?
AW: Ja, das gibt’s auch. Ich würde sagen, das ist wie wie mit menschlichen Beziehungen auch, wo man merkt, mit manchen Leuten kommt man nicht wirklich in
MT: Und das führt ihr dann auch nicht auf, dann geht’s aus dem Programm oder?
AW: Ich glaube, grundsätzlich würden wir dann erstmal nicht sagen, ähm also wir würden es auf jeden Fall erstmal als Herausforderung betrachten und sagen, wir führen es auf. Es ist unsere Aufgabe, so sehen wir uns als Interpreten interpretieren und Medien sozusagen, Medium, das ist unsere Aufgabe, das zu erstmal zu versuchen, aber wenn wir merken, es kann hin und wieder vorkommen, dass wir merken, okay, wir kommen da nicht weiter und das lassen wir jetzt erstmal. Es gibt Komponisten, wo wir da eher näher dran kommen.
MT: Und es wurden ja sicher auch schon Stücke speziell für euch geschrieben.
AW: Mhm.
MT: Und dann probt man das ja auch mit dem Komponisten, richtig?
AW: Ja.
MT: Ist das was, was eher hilft oder was, was eher vielleicht auch hinderlich sein kann, weil ihr euren eigenen Zugang da nicht so gut finden könnt oder nicht so frei seid?
AW: Also ich glaube, das ist immer das ähm grundsätzlich würde ich mal sagen, das ist das größte, was es gibt, weil ein den Komponisten lebendig bei sich zu haben, sozusagen und ihn mit Fragen zu löchern oder zumindest einfach mal eine Version anzubieten und dann zu schauen, Mhm. kann er damit was anfangen oder ist er und da gibt’s eben ganz unterschiedliche Typen. Es gibt die, die eine ganz klare Vorstellung haben und einen dann auf diese Spur bringen wollen und sagen, das nur so funktioniert’s. Und es gibt welche, die sagen, das ist sozusagen mein Baby, aber jetzt ist es erwachsen, es ist, ich habe es, ich muss es loslassen. Jetzt müsst ihr es zum Leben erwecken wieder, also ihr müsst es ins Leben bringen. Ähm, ich habe da gar nicht so viel zu melden, die einem sehr viel Freiraum geben. Aber ich finde mit beiden ist es mit beiden Formen, Persönlichkeitstypen ist es ganz spannend und es ist immer sehr aufregend, man ist immer wahnsinnig nervös, weil man denkt, hoffentlich haben wir alles getan, was wir von unserer Seite erstmal tun können, um sozusagen das zum Klingen zu bringen, so dass dass es was sagt, dass es was aussagt und dass es im besten Falle auch noch dem der Idee nahe kommt, die der Komponist hatte. Aber man merkt dann oft, dass es sich verselbständigt. Also am Anfang versucht man so nah an die Idee des Komponisten zu kommen, wenn er einem von vornherein frei gibt, dann ist es schon mal sehr viel entspannter. Wenn er ganz genau ist, merkt man dann aber, wenn wir es dann mit uns rumtragen, kriegt es trotzdem Eigenleben, ob er will oder nicht. Weil es ist eben ja, wir sind alle da nur Medien und das ist oder Medium, wie sagt man und man kann weil es eben so ein ein ein Kunstwerk und eigentlich ein eigenes Leben hat, ein eigenes Inneres ähm kann man da nicht wirklich bestimmen, in welche Richtung das gehen muss.
MT: Ich finde es total faszinierend, weil ich jetzt auch schon viele Gespräche mit Jazzmusikern und mit improvisierenden Musikern geführt habe jetzt und Künstlern und da geht’s natürlich um eine ganz andere ähm Bandbreite der Freiheit natürlich. Und ähm diese sage ich mal der der der Radius in dem ihr euch als Streichquartett bewegt, ist natürlich auf den ersten Blick ein kleinerer. Wenn du das jetzt vergleichst mit einem mit einer Jazz Band. Mhm. Ähm und dass es dann so so unfassbar dadurch so unfassbar differenziert ist und sein muss, was man für sich da da erarbeitet, vielleicht auch ein Stück weit natürlich, wie du das beschreibst auch als Organismus natürlich auf eine Art auch näher an die Musik rankommt, weil man ja viel mehr in die Tiefe gehen muss, um seine eigene Sprache zu finden.
AW: Ja, und trotzdem hat es auch ganz viel im besten Falle mit dem Jazz zu tun. Also oft denke ich immer, da gibt’s so ein für mich war das immer so wie so ein Missverständnis, weil ich dachte, der Jazz ist so ganz frei, dabei ist er ja in manchem viel strikter als die klassische Musik. Gerade was Strukturen angeht und so. Und dann in diesen Strukturen die Improvisationsmöglichkeiten, die sind natürlich, aber dass es eigentlich oft nach ganz strikten Pattern läuft und ähm eben wie so wie so wie so ein Stück ähm strukturiert ist. Ich glaube, das das also das war für mich immer oder waren so ein richtig großes Aha-Erlebnis und dann versuchen wir eigentlich auch auch im Konzert genau diesen diesen, also nicht improvisieren natürlich, aber improvisieren mit so vielen Parametern, dass es doch ganz viel Freiheit wirkt eben. Also mit Rubato, mit Time, also Timing, wie wichtig ist das und wenn man das schafft da eigentlich auch in diese Freiheit zu kommen, dann ja, glaube ich, hat das ganz viel gemein.
MT: Ja, ich meine, es ist ja auch ein Missverständnis zu denken, dass es im dass es ähm im Jazz ähm darum geht, irgendwie die nächste Melodie da irgendwie zu erfinden auf die Akkorde, weil dieses ähm das Tonmaterial, was du in einer bestimmten Akkordfolge zur Auswahl hast, also ist, wie du sagst, natürlich durch die Akkorde ein Stück weit vorgegeben, durch die Akkordfolge, durch die durch die Struktur. Aber auch da sind ja viel, viel, viel mehr Parameter, die das dann ausmachen. Also natürlich vielleicht ist die sind die Entscheidungen, die man trifft im Moment, natürlich sehr viel vielfältiger und sehr viel grundlegender. Also ich sage mal, als klassischer Musiker musst du nicht entscheiden, welchen Ton du spielst, weil der steht da. Aber es ist natürlich dann für einen einen Jazzmusiker, der nur diese Entscheidung trifft, nämlich welchen Ton und wie viele Töne er in diesem Rhythmus verteilt. Ähm das ist das ist dann nicht das, was einem wirklich äh berührt, sondern auch da sind es sind es die Musiker, die es schaffen, halt eben mehr Parameter aufzumachen in diesem Spektrum, die es wirklich schaffen. Und ich glaube, dass das eben so vordergründig so ein bisschen dazu verführt, wenn ich die Skalen kenne, die man über bestimmte Akkorde spielt, dann kann ich improvisieren, aber dann ist es halt immer noch nicht dann ist es halt immer noch nicht gut oder es ist nicht ausgeschöpft. Ich glaube, das ist so ein ja, da kann ich das nachvollziehen, was du sagst. Und es ist einfach nur so, dass die, dass ähm es vielleicht schwieriger ist, weil ein ein Jazzmusiker noch sehr noch sehr viel mehr Entscheidungen treffen muss im Moment und deshalb vielleicht nicht in diese ganz ganz ganz feine Nuancen immer in jedem Moment rein kann.
AW: Ja, das ist natürlich das das da würde ich total zustimmen. Und denke, dass dann aber eben, dass es dann natürlich auch die gibt, wo das wo das funktioniert, aber dass ich für unseren Teil eben auch dieses Glück so empfinde, weil ich denke, dieses im dem Moment sein und zusammen bestimmen, wie viel Fragilität, wie viel Zerbrechlichkeit lassen wir gerade zu, wie viel wie viel trauen wir uns an den zu gehen.
MT: Es gibt ja auch so diese es gibt ja auch so diese Momente, also das ist so das, wo ich es gibt so so Stellen auch in Jazz Stücken, die könnte ich tausendmal hintereinander hören, wenn es irgendwie auf einen bestimmten Akkord zugeht und natürlich in dem Moment ist natürlich die erste Entscheidung schon mal, wie ist dieser Akkord aufgebaut, welche ähm also welche Basstöne verwende ich, welche Akkordtöne spiele ich, welche nicht, aber es geht dann auch um sowas wie das perfekte Timing, wie lange dieser Akkord rausgezögert wird z.B. auch. Also wie lange ich das noch in der Luft lasse, was als nächstes kommt. Und ich ich könnte mir vorstellen, dass das so ein Punkt ist, der dann ganz ähnlich ist auch bei einem Streichquartett, dass man eine Auflösung oder ein Vorhalt oder ähm oder auch irgendwie so eine amgen Akkord, dass man den dass das Timing auch so entscheidend ist, wie lange man das in der Luft hängen lassen.
AW: Genau das. Und wie man sozusagen den Tonfall macht, wie man ja, wie in der Sprache, also wie man wie man rhetorisch agiert und und und wie man Betonungen setzen kann oder eben genau Pausen, das ist finde ich Und dann ist es auch immer ein Spiel mit Erwartungshaltung. Ja. Also ich glaube gerade, wenn du, wenn du jetzt sagst, Beethoven die Stücke, die jeder kennt, dass du dann natürlich diese Erwartungshaltung auch des Publikums mit einbeziehen kannst und das ist dann wieder sehr ähnlich beim Jazz, wo die wo wo es viele Standard Akkordfolgen gibt, aber diese Erwartungshaltung halt dann immer wieder doch dann zu brechen und dann was anderes damit zu machen, als als man erwarten würde, das ist halt dann das was es auch aufregend macht.
MT:
AW: Absolut, ja. Ja. Und ich glaube da hat wiederum dann der Jazz den Vorteil, dass die Leute erwarten, dass da mehr Freiraum drin ist. Und dass wir wiederum mehr zu kämpfen haben mit dem mit dem traditionellen, was wir gewohnt sind zu hören und sich drauf einzulassen, weil wenn wir wenn wir versuchen sozusagen das wieder erstmal auf den Kopf zu stellen und zu sagen, okay, ist es, wie wir es spielen, hat es wirklich was mit uns zu tun oder machen wir uns eben bequem in dieser Tradition und dem, wie wir es gelernt haben und was uns die Lehrer gesagt haben, wie man etwas macht. Ähm. Das war eine Sternschnuppe, eine große. Ja. Ich muss, ich muss auch in den Himmel gucken. Ich gucke dich die ganze Zeit an und muss ich in den Himmel gucken. Mensch, du soll ich dir kurz einen Moment Zeit geben, dir was zu wünschen? Ja. Das stimmt eigentlich. Ja. Liebe Hörerinnen und Hörer, Annette wünscht sich jetzt schnell was. Ich wünsche mir kurz was. Normalerweise sind dabei wünscht dir was. Das war aber ein langer ein langer Wunsch. Ja, es war ein langer Wunsch, ich musste den kurz ausformulieren. Okay, aber wir müssen den jetzt nicht, wir müssen. Genau und ich glaube, das ist für uns dann wiederum die schwierigere Aufgabe zu zu zeigen, wie aktuell Beethoven sein kann, also dass ich glaube, das war damals so ganz signifikant, also durch so Köpfe wie Han und Co oder eben diese berühmte Beethovensinfonie Aufnahmen mit den mit Pavivi, wo man gemerkt hat, das kriegt auf einmal so ganz anderes Gesicht und bewegt sich so weg von dem traditionellen Klassik ernst schwierig, sondern es ist mitten im Leben und ich glaube diese diesem Weg sind wir immer noch tätig, dass ist immer noch ganz viel, das was der Klassik immer vorgeworfen wird, ähm hat nichts mit mir zu tun, ist ernst, ich will und also es schwer zugänglich und es alles so ja, unglaublich mit so einem Nimbus und
MT: Das hat der Jazz aber auch.
AW: Ja?