Podcast

Die Seismografin

Nadine Fecht

„…Es gibt nur die Hand, den Stift und das Papier. Es ist eine sehr direkte, fast körperliche Übersetzung eines Gedankens oder einer Empfindung. Die Linie ist dabei eine Spur, eine Aufzeichnung von Zeit und Bewegung. Sie ist wie ein Seismograph, der feinste Regungen und auch den Druck, den ich ausübe, festhält.“

Martina Taubenberger

Seit Anfang 2011 begleitet Martina Taubenberger als selbstständige Kuratorin, Konzeptentwicklerin und Künstlerische Leiterin Projekte in ganz Deutschland und im europäischen Ausland.

Im „Blended Art Podcast“ präsentiert Martina Taubenberger Künstler:innen und Projekte, die den Kunstbegriff repräsentieren und reflektiert aus dem Blickwinkel der „blended art“ in unterschiedlichen Formaten über Begrifflichkeiten aus Kunst, Kultur und Gesellschaft.

Nadine Fecht

Nadine Fecht ist zeitgenössische Künstlerin, die vorwiegend im Medium der Zeichnung arbeitet. Ihre Konzeptkunst geht über großformatige Zeichnungen hinaus und arbeitet auch mit Installationen, Video und Sound. Ihre Werke sind Teil öffentlicher Sammlungen in Deutschland und der Schweiz. Neben verschiedenen renomierten Stipendien wurde ihre Arbeit 2014 mit dem Will-Grohmann-Preis verliehen. Ihr eigenen Erkundungen im Grenzgang mit Papier und Zeichnung gibt sie in Lehrtätigkeiten weiter und ist seit 2025 Professorin an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.

Während der d’mage Paper Residency in München unterhalte ich mich mit Nadine über ihr Verhältnis zu Papier, über die Prozesse, die sie innerhalb dieses Mediums auf ihre eigene poetische Art erkundet und über den Begriff der „Zeichnung“ als künstlerisches Verfahren. Mit faszinierender Eindrücklichkeit gibt Nadine Fecht Einblicke in die Philosophien hinter ihre Kunst und offenbart, wie sie dabei sowohl die materiellen als auch ihre eigenen körperlichen Grenzen immer wieder neu auslotet.