Projekt

Babel — A Ballet Of Signs

Süddeutsche Zeitung vom 30.Mai 2022

„Das Glück des Nicht-Verstehens
Babylonische Sinnesverwirrung in einer Tiefgarage des Werksviertels“

Künstlerische Leitung / Konzept:
Martina Taubenberger

Regie / Dramaturgische Beratung:
Axel Tangerding

Libretto:
Axel Tangerding / Martina Taubenberger

Choreografie:
Ceren Oran & Moving Borders

Musikvermittlung:
Martina Oberhauser

Komposition:
Django Bates

Interpret*innen:
Trondheim Voices, Ceren Oran & Moving Borders: Jin Lee, Jihun Choi und Uwe Brauns, Rafael-Evitan Grombelka

Wie kommuniziert man mit dem Körper über große Entfernungen? Wie mit Musik?
Welche Rolle spielt der akustische Raum, der räumliche Abstand, der körperliche Ausdruck?
Wo sind die musikalische und die Körpersprache konkret und unmittelbar? Wo beginnt die Abstraktion? Was passiert, wenn die Ebenen in Einklang agieren? Was, wenn sie kontrastieren?
Wie stark vermittelt sich die Körperlichkeit des Musizierens, insbesondere des Spielens eines Rhythmusinstruments in diesem Zusammenhang?

Im Kern der Produktion „Babel“ steht die Frage, wie Menschen, die von Natur aus in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, den Herausforderungen bei der Suche nach Zugängen zu gesellschaftlichem Miteinander begegnen. (…)

Der Produktion „Babel“ liegt ein Libretto zugrunde, das ausschließlich auf der Ebene der körperlichen Wahrnehmung lesbar ist. Der Text wird in Gebärdensprache übersetzt. Dieses Gebärden-Libretto dient als Vokabular für die Choreografie des „Ballet of Signs“ und kreiert so eine Bedeutungsebene, die sich nur hörgeschädigten Menschen, bzw. Personen mit Kenntnis der deutschen Gebärdensprache, erschließt.